HSPler Dirk Hoppenstedt über die Vereinbarkeit und Bedeutung von Ehrenamt, Karriere und Familie

Würde es mehr Menschen wie ihn geben, wäre die Welt ein besserer Ort – davon sind wir bei HSP überzeugt: Dirk Hoppenstedt von HSP STEUER Hambühren ist Steuerfachangestellter, Feuerwehrmann und Johanniter Unfallhelfer und noch viel mehr. Wie er seine Ehrenämter mit dem Beruf vereinbart, wie ihn seine Kanzlei dabei unterstützt und welche Auswirkungen das Corona-Virus für ihn hat, lesen Sie hier:

Wenn man sich mit Dirk Hoppenstedt über seine Tätigkeiten unterhält, könnte man meinen, seine Tage würden mehr Stunden haben, als die aller anderen. Der Familienvater aus Wietze arbeitet seit 2009 bei HSP STEUER Hambühren als Steuerfachangestellter. Zu seinen Haupttätigkeiten in der Kanzlei zählen die Finanzbuchhaltung und die Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen. Er ist Digitalisierungsbeauftragter, DATEV-Experte für digitale Finanzbuchhaltung und Standortleiter in Hambühren für die HSP STEUER GROHS & ZICHA Steuerberatungsgesellschaft Partnerschaftsgesellschaft mbB.

Doch sein Herz schlägt nicht nur für Steuern:

Die Fußballleidenschaft seiner Freunde konnte er damals 13-Jährige nicht teilen, weshalb er sich mal das Hobby seines Bruders genauer ansah – zum Glück, wie wir heute finden. Denn so fand Dirk Hoppenstedt 1995 zur Jugendfeuerwehr. Ein paar Jahre später wechselte er in die Einsatzabteilung, in der er heute noch tätig ist. Nebenbei ist der stellvertretende Gemeindejugendfeuerwehrwart auch Betreuer der Jugendfeuerwehr, die er selbst 10 Jahre lang geleitet hat. Dies ist für ihn eine der schönsten Aufgaben innerhalb der Feuerwehr und bezüglich der Nachwuchsförderung auch eine der Wichtigsten: „Gibt es zum Beispiel was Spannenderes einen Jugendlichen erst in der Jugendfeuerwehr auszubilden und später plötzlich mit ihm zusammen unter Atemschutz einen Gebäudebrand zu bekämpfen?“.

Als wäre dies alles nicht tagesfüllend genug, entschied sich Dirk Hoppenstedt 2002 dazu, für die Johanniter Unfall Hilfe tätig zu werden. Dies war wohl die beste Entscheidung seines Lebens – denn dort lernte er seine heutige Ehefrau kennen! Der Slogan „Ehrenamt verbindet“ passt hier wohl wie die Faust aufs Auge.

Doch wie funktioniert so viel Ehrenamt trotz Vollzeitstelle und Familie?

Die Feuerwehr befindet sich im Nachbarort seiner Kanzlei, was ihm schon mal sehr entgegenkommt. Doch auch dies wäre unnütz, wenn Mandant*innen, Kanzleileitung und die Kollegenschaft nicht voll hinter ihm stehen würden.

Ihm wird freie Hand gelassen, wenn es darum geht zu entscheiden, wenn er tatsächlich die Arbeit abbrechen muss oder wann der Mandantentermin gerade doch wichtiger ist. Diese Entscheidung obliegt nur ihm. Auch für seine Lehrgänge für die Ehrenamtlichkeit wird er wie selbstverständlich freigestellt oder auch für die Sommerferien, in denen er jedes Jahr das Jugendfeuerwehrzeltlager betreut.

Für seine ehrenamtliche Tätigkeit zollen ihm seine Kolleg*innen großen Respekt und viel Verständnis. So kommt es oft vor, dass sie für ihn spontan Termine umlegen oder für ihn einspringen oder seinen Computer runterfahren, weil er sofort zum Einsatz losmusste. Für die stetige Unterstützung, damit er sein Ehrenamt ausüben kann, richtet Dirk Hoppenstedt an dieser Stelle einen besonderen Dank an den gesamten Standort Hambühren aus.

Die Wichtigkeit der Aufgabe einer Feuerwehr für die Gemeinde vor Ort ist wohl nicht zu erläutern. Dirk Hoppenstedt persönlich begeistert die Kameradschaft, die Technik, das Teamwork und die große Unbekannte, nicht zu wissen wann ihn was als nächstes erwartet. Außerdem freut er sich über den Spaß, den die Kammeraden untereinander haben, sowie darüber, dass man sich stets aufeinander verlassen kann.

Besonders stolz ist er auch darauf, dass seine gesamte Familie das Ehrenamt mit ihm teilt. Sein Sohn Till ist Mitglied der Kinderfeuerwehr, welche seine Frau Anja betreut, und seine Tochter Svea wechselt zurzeit zur Jugendfeuerwehr. Das gemeinsame Hobby mit der gesamten Familie zu teilen ist für Dirk Hoppenstedt das Schönste überhaupt.

Anja,Till, Svea und Dirk bei der Feuerwehr

Doch wieso macht er eigentlich nicht sein Hobby zum Beruf?

Ganz einfach: Dann wäre es kein Hobby mehr. Das Schöne ist aber, dass sein Beruf und sein Hobby gewisse Parallelen haben. Bei beiden Tätigkeiten kommt man ohne Teamwork nicht weiter. Außerdem hilft ihm seine Führungserfahrung aus dem Ehrenamt auch in seiner Position als Standortleiter durchaus weiter.

Das Corona-Virus hat all seine Lebensbereiche verändert

Wie bei den meisten Leuten hat das Corona-Virus einen enormen Einfluss auf sein Leben. Sowohl bei der Johanniter als auch bei der Feuerwehr wurden sämtliche persönliche Treffen und Übungsdienste abgesagt. Den schwersten Einschnitt musste Dirk Hoppenstedt vor Kurzem mit seinen Kammeraden erfahren: Ein Kamerad der Altersabteilung ist plötzlich und unerwartet verstorben. Aufgrund der aktuellen Lage konnten sie ihn nicht auf seinem letzten Weg begleiten. „Ich muss zugeben, hier kommt man tatsächlich an die Verständnisgrenze für die aktuelle Lage.“, so Dirk Hoppenstedt zu der Situation.

Das Einsatzgeschehen ist momentan außergewöhnlich ruhig, aber auch dafür wurden Vorkehrungen getroffen: Die Fahrzeuge rücken nicht mehr voll besetzt aus, sodass auch in den engen Fahrzeugen etwas mehr Abstand gewahrt wird. Um die Schlagkraft zu erhalten, kommt eine weitere Feuerwehr bei größeren Einsätzen gleich dazu.

Sein Arbeitgeber unterstütz ihn auch in dieser außergewöhnlichen Lage bestens: Abgesehen von Home-Office und der selbstständigen Zeiteinteilung stellt HSP STEUER Hambühren ihm HSP.ZOOM, das Videokonferenzsystem der HSP GRUPPE, bereit, damit sich die Kammeraden online treffen können.

Wir von der HSP GRUPPE bedanken uns zum einen für den offenen Austausch mit dir, lieber Dirk, aber vor allem für deinen unermüdlichen Einsatz bei HSP und für die Gesellschaft! Man könnte fast meinen, unser Claim „Herz. Stärke. Partnerschaft.“ wäre dir auf den Leib geschrieben, denn genau das verkörperst du! Wir sind stolz darauf, dass du Teil unsere Gemeinschaft bist. Bleib wie du bist!

PS: Hat der Artikel Ihr Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement geweckt? Haben Sie noch weitere Fragen zu Dirk Hoppenstedts Arbeit? Kontaktieren Sie ihn gerne direkt via E-Mail.

Vielen Dank für die Bereitstellung der Fotos an Heiko Thies und Timo Hilmer.

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Daniela Engler